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Energiekontor: Projektfortschritte und solide Geschäftszahlen

News vom 20.05.2026

Bereits für zwei deutsche Windparkprojekte hat Energiekontor im ersten Quartal die Finanzierung abgeschlossen und so die Baureife erreicht. Damit knüpft das Unternehmen an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2025 an, in dem die Bauaktivitäten auf historisch hohem Niveau lagen. Auch die Vielzahl an Baugenehmigungen und eine umfangreiche Projektpipeline stellen die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum.

»Mit dem Financial Close für das Windprojekt Bützfleth erreichen wir bereits den zweiten wichtigen Meilenstein dieser Art im laufenden Jahr«, freut sich Peter Szabo, Vorstands­vorsitzender der Energiekontor AG. Erst wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen den Financial Close für das ebenfalls in Niedersachsen gelegene Repowering-Projekt Donstorf vermeldet. »Das unterstreicht einmal mehr unsere Fähigkeit, wirtschaftlich attraktive Projekte erfolgreich zur Finanzierungsreife zu führen.«

Das Projekt Bützfleth befindet sich im Landkreis Stade und hatte im Mai vergangenen Jahres den Zuschlag bei einer EEG-Ausschreibung der Bundesnetzagentur bekommen. Drei Windkraftanlagen des Herstellers Enercon wird Energiekontor nun an dem Standort installieren. Zusammen verfügen sie über eine Nennleistung von knapp 17 Megawatt und dürften pro Jahr rund 53 Gigawattstunden Ökostrom produzieren – genug, um mehr als 16.000 Durchschnittshaushalte zu versorgen und etwa 40.000 Tonnen CO2 einzusparen. Zur Kompensation der Eingriffe in die Natur ist unter anderem die Einrichtung eines Rast- und Nahrungsgebietes für verschiedene Gänsearten geplant. Der Windpark Bützfleth ist für den Verkauf vorgesehen und wird voraussichtlich Ende 2027 den Betrieb aufnehmen.

Das rund 29 Megawatt starke Repowering-Projekt Donstorf will Energiekontor dagegen in den Eigenbestand überführen. Es hat im November den EEG-Zuschlag erhalten und umfasst vier Vestas-Anlagen, die in Eydelstedt im Landkreis Diepholz ans Netz gehen werden. Mit einem prognostizierten Jahresertrag von rund 74 Gigawattstunden können sie rechnerisch Strom für mehr als 22.000 Haushalte liefern; etwa 56.000 Tonnen CO2 lassen sich so übers Jahr vermeiden. »Mit der nach aktuellem Stand der Planung vorgesehenen Überführung des Parks in unseren Eigenbestand stärken wir unser unabhängiges Stromerzeugungs­portfolio«, sagt Peter Szabo. Der kontinuierliche Ausbau dieses Bestandes sorge für planbare, langfristige Erträge und erhöhe zugleich die unternehmerische Resilienz.

Aktuell gehören 39 Wind- und Solarparks mit einer Gesamtnennleistung von rund 448 Megawatt zum konzerneigenen Bestand. Läuft alles wie geplant, kommen noch in diesem Jahr zwei Solarparks und eine Windkraftanlage mit mehr als 120 Megawatt hinzu; für 2027 ist die Übernahme weiterer Parks mit etwa 85 Megawatt Gesamtleistung vorgesehen. Voraussichtlich 2028 wird schließlich das Projekt Donstorf folgen.

Mit den Financial Closes für Bützfleth und Donstorf knüpft Energiekontor unmittelbar an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2025 an, in dem sich bereits Wind- und Solarparks mit rund 640 Megawatt Nennleistung im Bau oder in der Bauvorbereitung befanden – ein neuer Höchstwert in der Geschichte des Unternehmens. Auch die Projektpipeline mit den Kernmärkten Deutschland und Großbritannien konnte weiter ausgebaut und der Anteil an Projekten in fortgeschrittenen Entwicklungsphasen erhöht werden. So liegen mittlerweile allein für 34 Wind- und Solarparks mit fast 1,2 Gigawatt Baugenehmigungen vor. Für mögliche Sonderausschreibungen, wie sie etwa das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung vorsieht, ist Energiekontor also gut gerüstet.

Das Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2025 deutlich gewachsen: So stieg das Konzern­ergebnis vor Steuern (EBT) von 36,2 Millionen auf 40,5 Millionen Euro und erreichte damit den oberen Rand der angepassten Prognose. Der Umsatz kletterte um rund 33 Prozent auf 167,9 Millionen Euro, während das operative Konzernergebnis (EBIT) dank der erhöhten Projektierungstätigkeit um 31 Prozent auf 65,4 Millionen Euro zulegte. Aufgrund der soliden Zahlen wollen Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionär:innen auf der Hauptversammlung am 27. Mai eine Verdoppelung der Dividende auf einen Euro pro Aktie vorschlagen.